Kinder- und Jugendmobilität im Grazer Süden aufgezeigt am Beispiel Luftibus

Laufzeit: 2012-2013
 
Projektpartner: 
Gemeinde Grambach (ProjektträgerIn)
Gemeinde Hausmannstätten, Gemeinde Pirka, Stadt Graz/Umweltamt (ProjektpartnerInnen) 
 
Kontakt: DI Dr. Peter Gspaltl (Bgm. der Gemeinde Grambach)

Inhalte:
Das vom Konzept „Luftibus- der Frischluftexpress auf Füßen“, das bereits seit einigen Jahren erfolgreich an Grazer Volksschulen umgesetzt wird, soll nunmehr ins Umland transferiert werden und erstmals auch an Schulen in Gemeinden im URBAN PLUS-Gebiet durchgeführt werden.

Projektziele:
Das Projekt zielt darauf ab, bei SchülerInnen, Jugendlichen in der Freizeit, Eltern und LehrerInnen (diese auch in der Rolle als MultiplikatorInnen) einen kritischen Reflexionsprozess zum eigenen Mobilitätsverhalten und zum Themenbereich „Mobilität, Umwelt, Gesundheit“ anzuregen und so den motorisierten Verkehr in der Schulumgebung zu reduzieren.

Weitere Detailziele:
• Förderung der Alltagsbewegung wie zu Fuß gehen und Radfahren von Kindern und Jugendlichen
• Senkung des Autoanteils am Schulweg und in der Gemeinde
• „Vom Erkennen zum Handeln“: Entwicklung von Umsetzungsstrategien zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens von Erwachsenen und Kindern
• Schließung von Informationsdefiziten zum Themenbereich „Verkehr & Mobilität“
• Reduktion der „Begleitdienste“ der Eltern durch Anbieten von Alternativen (zB. Luftibus)
• Förderung einer selbstständigen und unabhängigen Fortbewegung der Kinder
• Förderung der Verkehrskompetenz der Kinder durch häufigen Aufenthalt in der Verkehrsrealität
• Förderung der Eigenverantwortung und der Verantwortung für andere
• Stärkung des Selbstwertes junger Menschen durch Wertschätzung ihres grundsätzlich sehr vorbildlichen Mobilitätsverhaltens
• Erreichen von positiven Effekten gegen Jugendkriminalität (zB.Vandalismus) durch Anbieten von neuen Möglichkeiten der Mitgestaltung (z.B. Zusammenarbeit mit Verkehrsbetrieben und -verbund)
• eine Basis für zukünftiges Engagement in der Gemeinde für junge Menschen schaffen, Kennenlernen von gelebter Demokratie


Methodik:
1. Modul: Information und Bewusstseinsbildung für LehrerInnen und Eltern
Arbeitsschritte:
• Bildung einer interdisziplinären Steuerungsgruppe in jeder Gemeinde bzw. Stadt bestehend aus VertreterInnen von Schule, Verkehrsplanungsabteilungen, Polizei, Elternvereinen, Verkehrsorganisationen, etc.
• Erhebung des Mobilitätsverhaltens an der Schule
• Problemanalyse aus Sicht der Erwachsenen (LehrerInnen, Eltern) durch einen moderierten Kick-off-workshop an jeder Pilotschule
• Bildung einer Kernarbeitsgruppe bestehend aus besonders interessierten LehrerInnen oder Eltern der jeweiligen Schule und Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs.
• Präsentation des Maßnahmenkatalogs bei LehrerkollegInnen

2. Modul: Umsetzung von Aktionen mit SchülerInnen: Maßnahmen können z.B sein: Ausbildung von Luftibus-Peers (SchülerInnen der 3. Klassen), die ab Schulanfang neue 1. Klassen begleiten, Mobilitätstagebücher, Schulumfeldanalysen aus Sicht der Kinder, Informationsveranstaltungen, Mobilitätsspiele und -projektwochen, die Entwicklung eines Schulwegplanes, Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit (z.B. Geschwindigkeitsmessungen mit der Polizei und die Installierung von Geschwindigkeitsmessanzeigen und Verkehrstafeln zur Bewusstseinsbildung an neuralgischen Stellen für Kinder und Jugendliche), Maßnahmen zur Attraktivierung der sanften Mobilität (Fuß- Rad, Fahrgemeinschaften, Lückenschluss eines Fuß/Radwegs/R33 Färbersbachradweg als direkter, sicherer Zugang zur VS und HS Hausmannstätten, Kampagnen für zu Fuß gehen und Rad fahren, Ausstellungen u.a.)

Zielgruppen:
Zielgruppen sind SchülerInnen der VS Hausmannstätten und VS Pirka und SchülerInnen der VS Murfeld und VS Engelsdorf (Graz, Bezirk Liebenau) sowie deren LehrerInnen und Eltern und Jugendliche der Gemeinde Grambach.
Mit diesem Projekt sollen etwa 800 junge Menschen sowie in der Folge deren Familien und etwa 90 LehrerInnen (auch als MultiplikatorInnen für das Projekt) direkt angesprochen werden.
Darüber hinaus sollen über Öffentlichkeitsarbeit die Bewohner in den Gemeinden erreicht werden.