Integriertes gemeindeübergreifendes Verkehrskonzept Gewerbezone Süd - Seiersberg-Pirka

Laufzeit: 2012-2013
 
Projektpartner: GU 8 (Regionale Verkehrs- und Wirtschaftsgemeinschaft Grazerfeld), Gemeinde Seiersberg, Gemeinde Pirka, Land Stmk. FA 18A Gesamtverkehr und Projektierung, Magistrat der Stadt Graz - A10/8 Abteilung für Verkehrsplanung
 
Kontakt: Anton Scherbinek, Bürgermeister MG Unterpremstätten vorsitzender Obmann GU 8

Inhalte:
Die zwei südlichen Nachbargemeinden der Stadt Graz, Seiersberg und Pirka, planen in Abstimmung mit der Stadt Graz eine Ausweitung und bessere Anschließung ihrer gemeinsamen zukünftigen Gewerbezonen an den zentralen Verkehrsraum Graz/GU.
Grundlagen dabei stellen das Steirische Gesamtverkehrskonzept 2008+ sowie das Regionale Verkehrskonzept Graz/Graz-Umgebung (RVK G-GU) dar.
Das nord-östlich des Autobahnknotens Graz-West gelegene und südlich an die Gewerbezone Süd der Gemeinde Seiersberg angrenzende Areal der Gemeinde Pirka ist entsprechend den Nutzungsplänen der Gemeinde als vorrangige Erschließungszone vorgesehen. In einer gemeinsamen Übereinkunft (Seiersberg, Pirka) wurde eine Erschließung der Gewerbezone Süd Seiersberg-Pirka im nordöstl. Quadranten des Autobahnknotens Graz-West zw. der A2 u. A9 angekündigt (aufbauend auf dem Vorgängerprojekt Urban+ - Standortentwicklung).
Aufgrund der zukünftig großflächigen Nutzung des Areals sind die vorliegenden Erschließungs- und Erweiterungspläne in diesem Areal auf einen längerfristigen Zeitraum (Prognosehorizont: 2040) hin ausgerichtet. Für eine effektive sowie nachhaltige Anbindung an das lokale Verkehrsnetz sowie an die übergeordneten direkten Verbindungen in den zentralen Verkehrsraum Graz/GU werden deshalb spezifische Verkehrsanalysen und -untersuchungen - vor allem entlang der zentralen Grazer Verbindungsrouten - im direkten Umfeld der zukünftigen Gewerbezonen vorgenommen. Diese Studien müssen im Hinblick auf mögliche Erschließungsszenarien so konzipiert sein, dass eine effektive Verkehrsprognose als Basis einer nachhaltigen Verkehrsplanung möglich .
In einer konzeptiven Vorstudie soll daher die Erschließung der Gewerbezone Süd Seiersberg-Pirka mit Verbindungs- und Begleitstraßen sowie die bauliche Machbarkeit einer Anschlussstelle an der A2 resp. eine evtl. Ertüchtigung der bestehenden benachbarten Ast an der A2 und A9 in Form von Ausbaustufen konzeptiv dargestellt werden.

Projektziele:
A. Bestimmung des relevanten Tagesverkehrsaufkommens:
• an den Anschlussstellen des hochrangigen Autobahnstraßennetzes der A2 (ASt Feldkirchen / Flughafen Graz, Knoten Graz-West bis zur ASt Unterpremstätten) resp. der A 9 (ASt Seiersberg über den Knoten A2 / A9 bis zur ASt Schachenwald);
• entlang der zentralen Verbindungsrouten und Zufahrtsstraßen im Umfeld der zukünftigen Gerwebezonen - im Speziellen jener Anbindungen an den Grazer Zentralraum (u.a. B70, B67, L323, Mitterstraße).
B. Gemeindeübergreifende Verkehrsfluss-Simulation und Prognose der Leistungsfähigkeit bzgl. des zu erwartenden Verkehrsaufkommens (daraus resultierenden Wartezeiten und Staulängen an den relevanten Kreuzungsbereichen des zubringenden direkten Straßennetzes im Fall der zukünftigen Gewerbezonen-Aufschließung; gesonderte Bezugnahme auf die intersektoralen Verknüpfungspunkte des Grazer Stadtraums mit den Nachbargemeinden der GU-8).
C. Systematische Gegenüberstellung von positiven und negativen Wirkungen zukünftiger Planungsvorhaben zur Rechtfertigung und Absicherung langfristiger Verkehrslösungen sowie zur Optimierung des finanziellen Mitteleinsatzes (Nutzen-Kosten-Analyse).

Methodik:
• Abschluss der verkehrstechnischen Grundlagenerhebungen
• Bereitstellung der Verkehrsflusssimulationen und Prognosen zur Leistungsfähigkeit für das Bestandsjahr 2012 sowie Erstellung einer Prognose bis 2040 an den relevanten Kreuzungsbereichen direkter Zubringerstraßen
• Abschluss der Nutzen-Kosten-Untersuchung für die einzelnen Planungsfälle als Grundlage einer Entscheidung über die zukünftige Verkehrsraumgestaltung
• finale Adaptierung und Anpassung der grundlegenden Ausbau- und Entwicklungskonzepte des zukünftigen Verkehrsraums

Zielgruppen:
• Gewerbetreibende und Wirtschaftsbetriebe der Gemeinden Seiersberg und Pirka, mit spezieller Bedachtnahme auf zukünftige Betriebsansiedelungen in den zukünftigen Gewerbezonen
• Ortsansässige und gemeindeübergreifende Bevölkerung, die im Rahmen der zukünftigen Gewerbeansiedlung relevante KundInnen resp. Belegschaften darstellen
• Gewerbe- und Industriebetriebe im südlichen Grazer Stadtgebiet (Straßgang, Puntigam, Webling) als Profiteure erweiterter Verkehrswege zur den Partnerunternehmen
• Handels- und Wirtschaftspartner der ortsansässigen Gewerbe- und Wirtschaftsbetriebe in der Kleinregion GU-8 sowie im übergreifenden Grazer Zentralraum
• (Über-)regionaler Pendlerverkehr im zentralen Verkehrsraum Graz/GU